Erkennen von Kosteneinsparpotentialen durch Leistungsvergleiche

Entscheidend für den Erfolg von Benchmarking-Prozessen ist die konsequente Auseinandersetzung mit der jeweiligen Ausgangslage und die Bereitschaft zur Entwicklung der eigenen Arbeit und/oder Organisation. Man bezeichnet dies als „Lernende Organisation“. Nur wer früher getroffene Entscheidungen neu überdenken und bei aller Berücksichtigung der Randbedingungen auch neu bewerten kann, wird den Nutzen von Wissen erkennen.

Benchmarking bedeutet, vereinfacht ausgedrückt, sich mit den „Besten“ einer Branche zu vergleichen. Das zentrale Element eines Benchmarking-Prozesses ist ein überbetrieblicher Kennzahlenvergleich. Gegenstand der Kennzahlenvergleiche sind im allgemeinen betriebliche Funktionen, Prozesse und Methoden. Diese werden durch geeignete Kennzahlen (Verknüpfung von Kosten-, Zeit-, und Mengendaten) beschrieben und können mit äquivalenten Prozessen im eigenen (internes Benchmarking) oder mit anderen Betrieben (externes Benchmarking) verglichen werden.

Ziel ist es, die eigene Leistung zu messen und einzuschätzen. Auf diese Weise können so genannte Leistungslücken (performance gaps) aufgedeckt und Maßnahmen zu ihrer Beseitigung ergriffen werden. Nicht zu unterschätzen ist, dass auch erfolgreiche Strukturen erkannt und weiterentwickelt werden können.



Copyright: © ANS e.V. HAWK
Source: 63. Informationsgespräch (Dezember 2003)
Pages: 10
Price: € 10,00
Autor: Dipl.-Ing.(TU) Werner P. Bauer

Send Article Add to shopping cart Comment article


These articles might be interesting:

Erfahrungen aus dem Benchmarking in der Wasserwirtschaft
© IWARU, FH Münster (5/2005)
In den letzten Jahren haben sich die Rahmenbedingungen der Wasserwirtschaft deutlich verändert. Neben der Qualität und der Sicherheit der Wasserver- und Abwasserentsorgung rücken immer mehr die Kosten- und Gebührenentwicklung sowie die Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen und des Anlagenbetriebes in den Vordergrund. Gestiegene Anforderungen an die Siedlungswasserwirtschaft machen zudem erhebliche Aufwendungen für die qualitative und quantitative Verbesserung der Abwasserreinigung erforderlich. Gleiches wird für die Bereiche Abwasserableitung und Regenwasserbehandlung sowie Gewässerbewirtschaftung erwartet.

Benchmarking als betriebliches Controllinginstrument Kennzahlen und Benchmarking – Bedeutung für die betriebliche Steuerung
© IWARU, FH Münster (5/2005)
Wirtschaftlichkeitssteuerung ist verbunden mit der Suche nach Kostensenkungspotenzialen. Hierzu benötigen kommunale Abfallwirtschafts- und Städtereinigungsbetriebe Anregungsinformationen, d.h. Informationen darüber, in welchen Leistungsbereichen Möglichkeiten der Effizienzsteigerung bestehen. Private Unternehmen orientieren sich dazu im wesentlichen an der Preisentwicklung auf ihren Absatzmärkten. Diese Marktpreis- Informationen fehlen den kommunalen Betrieben naturgemäß.

Fortentwicklung bestehender Benchmarking-Projekte und Ausblick
© IWARU, FH Münster (5/2005)
Im Jahr 1998 startete das VKS-Projekt „Kennzahlenvergleich und Optimierung der Prozessabläufe für kommunale Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetriebe“. Anlass waren ein erhöhter Kostendruck, eine zunehmende Konkurrenzsituation und die wachsende Forderung an eine auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten optimierte Leistungserbringung durch kommunale Betriebe. Ziel des Projektes war und ist es, den teilnehmenden Betrieben ein Instrument an die Hand zu geben, mit dessen Hilfe betriebliche Probleme aufgedeckt, Optimierungspotenziale ermittelt und Veränderungsprozesse effizient gestaltet werden können.

Umweltleistung rechnet sich Premium
© Rhombos Verlag (2/1998)
Die zielsichere Einführung von Umweltkennzahlen bietet dem Management von Unternehmen neue Möglichkeiten

Benchmarking – Stand und Entwicklung bei der thermischen Abfallbehandlung
© Veranstaltergemeinschaft Bilitewski-Faulstich-Urban (3/2003)
Mit dem Inkrafttreten des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes (KrW-/AbfG) am 7. Oktober 1996 haben sich die Rahmenbedingungen in der deutschen Abfallwirtschaft spürbar verändert.

Username:

Password:

 Keep me signed in

Forgot your password?